Sami Ben Mahmoud wird am 26. November 2017 für rund eine Woche nach Kazan (Russland) fliegen und nimmt an der 14. Wushu Weltmeisterschaft teil! Die Wushu Weltmeisterschaft wird von der IWUF (International Wushu Federation) organisiert und ist der Weltverband für Wushu/KungFu, anerkannt vom IOC (International Olympic Comittee).

In der Schweiz hat wohl keiner an so vielen Weltmeisterschaften teilgenommen wie er - ok er ist auch alt.

WM Ort Nanquan Nandao Nangun Bemerkungen
2007 Beijing / China 37. Platz 30. Platz 37. Platz erste Teilnahme an einer WM
2009 Toronto / Kanada 8. Platz 17. Platz 27. Platz  
2011 Ankara / Türkei 9. Platz 26. Platz 16. Platz  
2013 Kuala Lumpur / Malaysia 11. Platz 20. Platz 23. Platz  
2015 Jakarta / Indonesien 12. Platz 7. Platz 17. Platz  
2017 Kazan / Russland        Infos / Startliste / Video gibt es hier: http://14wwc.iwuf.org 

 

swisswushu Nationalteam (Auswahl vom Nationalkader der Schweiz) stellt sich vor:

2007 weilte Sami für knapp 6 Monate in Shanghai und trainierte dort zum ersten Mal mit den Wushu-Vollprofis - der Erfolg kam jedoch nicht gleich an der anschliessenden WM in Beijing sondern erst 2 Jahre später in Toronto. Seit 2009 begibt er sich immer wieder in die Top10 der Welt und das zu wiederholen ist nicht selbstverständlich!

Seit ich 2015 meine eigene Kampfkunstschule führe, "nebenbei" noch einen Job habe und mein Tag leider auch nur 24h hat, ist es für mich eine riesen Herausforderung mich für solche grossen Wettkämpfe vorzubereiten - doch ich schaffe es. Es ist nur eine Frage der Priorität und es braucht auch ein passendes Umfeld - dafür bin ich dankbar! Ich habe mich sehr gut für diesen Wettkampf vorbereiten können und kann es kaum erwarten anzutreten. In den letzten Weltmeisterschaften konnte ich mich in die Top10 platzieren und machte mir meinen Namen. Was viele nicht wissen ist, dass der Weg dort hin wirklich hart war und ich vieles dafür opfern musste.

In dieser Sportart führen ganz klar die asiatischen Nationen, die auch staatliche Unterstützung erhalten und so als Vollprofis trainieren können. Ich vergleiche es immer mit einem Afrikaner, der an der Ski WM teilnimmt und die Top10 kommt :)

Nun also nehme ich an meiner sechsten WM teil und mein Ziel ist, mein bestes Wettkampf-Ich abzurufen - mir "wurscht" wie die Rangierung auskommt! Sollte ich es jedoch wieder in die Top10 schaffen, dann wäre das für mich wie ein Goldmedaille.
Das Niveau wird nach jeder WM immer höher, jüngere Athleten sind schon mit 20 Jahren so stark wie damals die 25 jährigen und die nächste Generation profitiert immer wieder von den Erfahrungen der älteren - das alles macht es für einen Schweizer nicht gerade einfach oben mitzumischen.  

Ich freue mich gewaltig darauf und bedanke mich bei allen, die mich unterstützt haben. Ein grosses Danke geht auch an alle, die die Kurse während meiner Abwesenheit leiten - bleibt brav! :)

Ach ja... ich trainiere auch wenn ich schlafe: