Die Wushu Wettkampfsaison endet immer im November mit der Schweizermeisterschaft (SM) - ein Kampf um den Schweizermeistertitel unter den besten 6 Athleten pro Kategorie.

Unsere Schule konnte nach dieser SM mit Stolz und ganz viel Motivation nach Hause kehren. Alle Athleten haben einen tollen Job geleistet und sind über sich hinausgewachsen!

Aisha hatte ihren aller ersten Wettkampf im September 2017 und qualifizierte sich gleich für die Schweizermeisterschaft. Ihr Ziel wurde mit der Teilnahme an der SM und dem 2. Rang mehr als erreicht!

Kevin wechselte in die 46er Kategorie, die wesentlich anspruchsvoller ist als die 32er und muss sich dort Schritt für Schritt hochkämpfen. Ein Prozess den jeder Athlet machen muss, wenn er in die nächste höhere Kategorie wechselt und der auch etwas Zeit und Disziplin in Anspruch nimmt.

Yannis und Brandon ergänzen sich TOP! Schon im Training konkurrenzieren sie sich gegenseitig auf eine schöne Art und verbringen viel Zeit miteinander (Reinkarnation von Sami & Rolf?). Beide belegten jeweils immer den Platz 1. & 2. in den 32er Kategorien und führen dort mit einem sehr guten Abstand diese Kategorien an. 2 Schweizermeistertitel und 1 x 2.Platz für Yannis, 2 x 2.Platz und einen ersten Platz für Brandon. Wenn ich beide manchmal so sehe, dann freue ich mich auf ihre Zeit zwischen 16 und 20 Jahre - wenn die zwei so weiter machen, dann werden sie wie....

...Aurelio! Er wird nächstes Jahr 16 Jahre alt und erlebt sportlich wohl einer seiner besten Zeit. Physisch eine sehr wichtige Phase um den Sprung in die Elite (18+) zu meistern um dann nicht nur einfach dazuzugehören, sondern auch eine Duftmarke zu hinterlassen. Ich (Wushu-Prediger) versuche ihm das immer wieder einzureden, weil ich sehe wie wichtig ihm der Sport ist und was er für ein Potenzial hat! Ok, ich bleibe beim Turnier... 4 Schweizermeistertitel und einen 2.Platz für Aurelio.

Sportlich erlöst ist Milena Schnyder. Sie hatte dieses Jahr ein anstrengendes Jahr mit ihrer Teilnahme an der Universiade 2017 und ist sicher froh, wenn die Wettkampfsaison jetzt vorüber ist - 1 Schweizermeistertitel und 2 x 2.Platz.

Endlich, konnte Rolf Pachlatko seinen wohl härtesten Schweizermeistertitel erkämpfen. In der Stock Kategorie gelang es ihm ENDLICH mich (Erzfeind, Trainer, Trainingspartner und Bro) zu schlagen. Einen Kampf, den wir uns schon seit Jahren auf nationaler Ebene liefern - wohlverdienter Sieg, den ihm (wie man es am Turnier gespürt hat) die ganze Wushu Szene gönnt!

Ich startete insgesamt in 7 Disziplinen und ging mit 2 Schweizermeistertiteln, 4 x 2.Platz und 100 kg Stolz (das ist viel!) nach Hause - Stolz auf alle Athleten, stolz auf alle Schüler, die bei uns Trainieren und mitgefiebert haben, stolz auf alle Resultate, stolz auf das was wir erreicht haben und stolz auf die Duftmarke, die wir hinterlassen haben! Zu gewinnen und auf dem 1. Platz zu stehen, ist wohl das Ziel von jedem Wettkämpfer. Es gibt einem auch das Gefühl, dass sich der Aufwand gelohnt hat, man fühlt sich bestätigt und es motiviert weiter zu machen. Ich bin froh... nein ich bin stolz, dass keiner von uns diese Einstellung hat (oder nicht mehr)! Zu gewinnen heisst, nie aufzugeben, immer weiter zu arbeiten, sich ständig weiterzuentwickeln und das unabhängig von der Rangierung - wenn du es schaffst immer besser zu werden als du es heute bist und dabei noch Freude hast, dann bist du für mich ein Gewinner!

Bilder von: Urs Krebs

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Die Wushu Wettkampfsaison 2017 geht also zu Ende. Wir sind müde und werden eine Zeit brauchen um uns zu erholen - was auch richtig ist. So kurz vor einem wichtigen Wettkampf ist man psychisch immer etwas unter Druck, angespannt und konzentriert sich halt eben nur auf das eine. Das kostet viel Energie, die jetzt irgendwie wieder aufgeladen werden muss. Die einen von uns werden das Training in den nächsten Wochen etwas lockerer nehmen, ein 50er Abo bei der nächsten Döner-Bude lösen, die Playstation zum Überhitzen bringen, die ganze Welt mit der Drohne aufnehmen, Schlagsahne auf alles Erdenkliche drauf tun oder einfach mal die Zeit ausklinken lassen - und was mache ich?

Auch ich werde versuchen die kommende Zeit etwas lockerer zu nehmen (wirklich!) und mal das tun was andere auch so machen - ??? - muss mal Google fragen was man so machen kann.
Mein Wille, mein Mut, mein Ehrgeiz, meine Faszination, meine Energie und meine Leidenschaft werden euch leider weiterhin in jedem Training beschäftigen!

2018 wird für unsere Schule sicher ein interessantes Wettkampfjahr werden mit hoffentlich neuen Gesichtern und weiterhin motivierten Athleten auf der Wettkampffläche.

Danke an alle, die uns unterstützen (Schiedsrichter, Helfer), danke an Zhang Ying für ihren Einsatz in unserer Schule, danke an alle Eltern und Schüler für euer Vertrauen! - Sami Ben Mahmoud